Konrad Zuse wurde am 22. Juni 1910 in Berlin als Sohn von Maria und Emil Zuse geboren. Er hatte eine ältere Schwester, über die er meinte, „sie hatte das Pech, in der damaligen Zeit als intelligenter Mensch und Frau geboren zu sein.“[1] Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie in das ostpreußische Braunsberg, wo der Vater als Postbeamter im mittleren Dienst arbeitete. Dort besuchte er das humanistische Gymnasium Hosianum. Als er 1923 in der 9. Klasse war, zog die Familie Zuse nach Hoyerswerda, wo er das Reform-Realgymnasium, das heutige Lessing-Gymnasium, absolvierte. 1928 legte er sein Abitur ab. Zuse hat sich selbst als „Bummelstudent“ bezeichnet.[2] Er studierte an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg (heute Technische Universität Berlin) zunächst Maschinenbau, wechselte dann zur Architektur und schließlich zum Bauingenieurwesen. Zwischendurch arbeitete er fast ein Jahr lang als Reklamezeichner.[3] Schon früh entdeckte er seine Vorliebe für Technik und Kunst und begann, erste Erfindungen zu machen, musste aber oft feststellen, dass vieles einfach schon erfunden war.